In der Schweiz gestrandet
Auf der Suche nach einem besseren Leben sind sie in einer Sackgasse gelandet: Die Flüchtlinge mit einem Nichteintretensentscheid. Auf ihr Asylgesuch wurde nicht eingegangen. Am 17. Dezember 2004 hätten rund 300 Menschen einfach auf die Strasse gestellt werden sollen. Dank der Intervention von Kirchen, Hilfswerken und engagierten Leuten konnte dies verhindert werden.
Trotz der misslichen Bedingungen wollen die Flüchtlinge nicht in ihre Heimat zurückkehren, noch weniger erwartet sie dort. Dazu kommt der Vorwurf, versagt zu haben, es nicht geschafft zu haben.
Kurzfristige Lösungen gibt es keine. Ohne Perspektiven wird niemand die Schweiz freiwillig verlassen. Auch wenn sie keine Flüchtlinge nach der Genfer Konvention sind, sie sind geflüchtet; aus Arbeitslosigkeit, Perspektivelosigkeit, vor dem Hunger, vor Kriegen. Freiwillig flieht niemand. Alle haben ein Recht auf Menschenwürde.
