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Position:   Archiv  >>  Diverses  >>  Stichwort Eritrea

Die Hoffnung auf ein friedliches Leben

Eritrea ist ein Staat im nordöstlichen Afrika und grenzt an Äthiopien Sudan und Dschibuti sowie im Roten Meer an Jemen. Asmara ist die Hauptstadt von Eritrea mit etwa 579.000 Einwohnern. Die offizielle Amtssprache Eritreas ist Tigrinya.

 

Nach dem Ende des Unabhängigkeitskrieges gegen Äthiopien im Mai 1991, folgte nach einer Volksabstimmung am 24. Mai 1993 die Unabhängigkeit Eritreas. Die politischen Spannungen mit  Äthiopien flackern immer wieder auf, besonders seit dem letzten Krieg von 1998 bis 2000. Längst hat die Regierung das Land vollständig militarisiert und der eritreischen Bevölkerung werden grundlegende Menschen- und Bürgerrechte vorenthalten. Auch sind alle  Oberstufenschülerinnen und –schüler gezwungen, ihr zwölftes Schuljahr im Militärübungslager Sawa zu absolvieren und allfällige Proteste seitens der Bevölkerung werden mittels willkürlicher Verhaftungen, Einsperrungen und Folter unterdrückt.

 

Diese traurigen Tatsachen veranlassen viele junge Eritreer, das Land zu verlassen. Zurzeit halten sich zahlreiche Flüchtlinge aus Eritrea in der Schweiz auf. Die meisten werden innert kurzer Zeit als Flüchtlinge anerkannt und erhalten die B-Bewilligung. Das heisst, sie haben Anrecht auf Sozialhilfe, können eine Arbeit aufnehmen und eine eigene Wohnung beziehen. Damit ist ihnen von unserem Staat die Möglichkeit gegeben sich in der Schweiz zu integrieren und ein Leben aufzubauen.

 

Den bereits hier lebenden Eritreerinnen und Eritreern ist es bewusst, dass es für uns alle ein hoher Anspruch an unsere Toleranz und Offenheit bedeutet ihnen bei uns Lebensraum zu geben. Daher wollen sie einen ersten Schritt tun und von ihrem, noch jungen Heimatland, geprägt von Kriegswirren und beherrscht von einer Militärdiktatur, erzählen und warum sie eine fast unmögliche Flucht unternahmen.

 

Der Verein Netzwerkasyl Aargau will dazu mit der Eritrea-Tagung am Samstag, 8. September 2007, die Plattform schaffen.  Nehmen Sie teil, damit wir gemeinsam auf Fragen Antworten finden und durch neue Begegnungen den Boden dafür schaffen, dass eine uns noch fremde Kulturgruppe ihren Platz bei uns finden kann.

 

Richard Wurz

www.indergasse.ch

 

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