Flüchtlingstag am 19. Juni
In Muri im Roos wird am 19. Juni ein Fest zum nationalen Flüchtlingstag veranstaltet. Der Anlass soll ein Tag der Besinnung und der Bereitschaft aufeinander zuzugehen werden. Am Fest kann man sich einen Turban binden lassen, seinen Namen von einem tibetischen Mönch akribisch genau schreiben lassen oder Zeuge einer äthiopischen Kaffeezeremonie werden.
Personen, die gerne beim Fest mithelfen möchten können sich bei Franca Hirt melden.
Tel. 056 666 10 82 oder
079 488 01 73
Asyl-Treff CONTACT
Nein zu noch mehr Repression in der Nothilfe!

- Aus dem Film La Forteresse von Fernand Melgar
Am 27. Mai 2010 veröffentliche das Bundesamt für Migration einen neuen Bericht zur Nothilfe.
Aufgrund des Berichtes muss man feststellen, dass das Nothilfesystem gescheitert ist. Die Prekarisierung führt nicht dazu, dass die Betroffenen die Schweiz freiwillig verlassen, nicht zuletzt weil sie in ihrem Heimatland Verfolgung befürchten.
Trotzdem werden den Kantonen verschiedene neue Massnahmen zu noch mehr Repression vorgeschlagen.
In einer gemeinsamen Stellungnahme halten die Schweizerische Flüchtlingshilfe SFH, Amnesty International Schweiz, Solidarité sans frontières und die Schweizerische Beobachtungsstelle für Asyl- und Ausländerrecht fest, dass die Nothilfe offensichtlich für immer mehr abgewiesene Asylsuchende zu einem menschenunwürdigen Dauerzustand wird.
In besonderem Masse betroffen sind verletzliche Personen wie Familien, Frauen, Kinder und Betagte. Der Bericht suggeriert, dass alle anderen Abgewiesenen die Schweiz in Richtung Heimat verlassen haben, weil sie in den Nothilfestrukturen nicht erscheinen. Dies ist stark zu bezweifeln. Wahrscheinlicher ist, dass die Personen, welche es aus eigener Kraft schaffen, sich in der Schweiz durchzuschlagen, nicht auf Nothilfe angewiesen sind, sie dagegen von den Schwächsten – Frauen, Kindern, Familien, Betagten – in Anspruch genommen wird. Um so dringender ist es, eine menschenwürdige Ausgestaltung sicherzustellen. Zudem sind Kinderrechte wie das Recht auf Schulbesuch und das Recht auf eine kompetente medizinische Versorgung in jedem Fall zu wahren.
Die unterzeichnenden Organisationen bezweifeln, dass noch repressivere Massnahmen die Betroffenen zur Ausreise bewegen werden. Vielmehr sollten Bund und Kantone verstärkt auf eine menschenwürdige Rückkehr hinarbeiten und mit Information, Rückkehrhilfe, individueller Beratung und Anreizen arbeiten.
Leider reflektiert der Bericht nur die Sicht der Behörden und Vollzugsorgane, die Realität der Betroffenen wird ausser Acht gelassen, ebenso wie die Erfahrungen der Zivilgesellschaft.
